Über 30 Mitarbeitende aus den Bücherei-Fachstellen der Bistümer von Freiburg bis Osnabrück sowie des Borromäusvereins haben gemeinsam die Zukunft der Katholischen Öffentlichen Büchereien in den Blick genommen.
Vor dem Hintergrund veränderter gesellschaftlicher und struktureller Rahmenbedingungen entwickelten sie gemeinsam neue Ansätze für die künftige Ausrichtung der Büchereiarbeit.
Herausforderungen klar benannt
Trotz eines konstant hohen ehrenamtlichen Engagements – 32.965 Menschen engagieren sich in der Leseförderung, für Begegnung und Bildung – stehen die Büchereien unter Druck: finanzielle Mittel, Räume und personelle Ressourcen werden knapper.
Im Mittelpunkt der Beratungen stand daher die Frage, wie die Unterstützung der ehrenamtlichen Teams künftig gesichert und zugleich effizienter gestaltet werden kann. Zudem wurde geprüft, welche bestehenden Strukturen und Prozesse angepasst, vereinfacht oder gegebenenfalls beendet werden sollten.
Gemeinsam Lösungen entwickelt
Unter externer Moderation identifizierten die Teilnehmenden sieben zentrale Handlungsfelder.
Dazu zählen unter anderem:
- die Weiterentwicklung der fachlichen und organisatorischen Zusammenarbeit vor dem Hintergrund sinkender Personalkapazitäten, etwa in der gemeinsamen Fachkonferenz und Sachausschüssen;
- die Stärkung der Lobbyarbeit auf Ebene der Kirchengemeinden, Bistümer und der Deutschen Bischofskonferenz;
- die Weiterentwicklung der Lektoratsarbeit, um stärker auf veränderte zeitliche Ressourcen einzugehen.
Deutlich wurde dabei: Der Veränderungswille ist da, und alle Beteiligten engagieren sich mit hoher Motivation für die Zukunft der katholischen Büchereiarbeit.
Konkrete nächste Schritte
Bereits vor Ort bildeten sich erste Projektgruppen, die die identifizierten Handlungsfelder weiter ausarbeiten. Für jedes Thema wurden zudem verantwortliche Personen benannt, die den weiteren Prozess begleiten.
"Mut, Realismus, Professionalität und Begeisterung für die katholische Büchereiarbeit habe ich auf unserer Fachtagung bei allen Beteiligten wahrgenommen. So können wir gut in die Zukunft gehen", sagte Guido Schröer, Geschäftsführer des Borromäusvereins, am Ende der Tagung.
Stand: 18. Mai 2026


